Hier geht es zum Tag 1 und Tag 2.

Tag 3:

Rutkoschinski hat am Vorabend per Email von mir eine neue Versicherungsbestätigung an die Firmenadresse superingo2000[at]aol.com erhalten und bringt mir die gesiegelten Schilder gegen Mittag nach Hause. Er ist nun fertig mit mir, sich und der Welt und braucht erstmal Urlaub.

Jetzt muss ich mit den Schildern, mal wieder, zur Zulassungsstelle, um sie dort anzuschrauben und die Karre endlich wieder vom Hof der Beamten zu bekommen. Ausgerüstet mit professionellem Werkzeug (einem Hammer) mache ich mich auf den Weg dorthin und bekomme das vordere Schild mit normalen, europäischen Maßen recht simpel montiert, indem ich zwei Schrauben mit dem Hammer durch das Schild treibe. Hinten wird es schwieriger. Zwar habe ich ein Schild erhalten, das deutlich kürzer ist als das vordere, allerdings ist es… ZU kurz. Offenbar haben Amerikaner und Europäer unterschiedliche Vorstellungen von amerikanischen Kennzeichen. Die vorgebohrten Löcher der Amis jedenfalls liegen beide knapp außerhalb meines Schildes…

Ich begebe mich zu den Schilderhändlern mit meinem Schild, meinem Werkzeug und meinem Problem. Eine ältere Schilderkioskbetreiberin nimmt sich rührig der Sache an: „Na komm mal her Kleener, wir kriegen dit schon hin!“ und verkauft mir zunächst einmal einen völlig überteuerten Nummernschildträger, den ich am Ende nicht brauche. Retten wird mich ihr Klebeband, mit dem ich das Kennzeichen stilecht festzurre.

Während meiner Versuche, das Kennzeichen auf dem Parkplatz der Behörde zu befestigen, begrüßen mich der Ablehnungsbeamte, der Fanclubvorsitzende und Ibrahim im Vorbeilaufen. Und alle wollen mit mir plauschen. Wenn man auf dem Hof einer Behörde mehr Bekannte trifft, als draußen auf der Straße, dann hat man irgendwas falsch gemacht, denke ich, und will vor allem schnell flüchten.

Endlich könnte es losgehen, doch jetzt warte ich auf den ADAC, denn ein Marder hat ein nach 3 Tagen Stillstand ein Kabel zerfressen…

D. gewidmet